25th Jun2013

Präsentation des neuen Holz- und Trockenbau-Systems im LCT Dornbirn

by Nikolaus Hulatsch

Am 1. Juli stellen wir das Trockenbau-System in Vorarlberg vor. Auf Einladung der Holzbau_Kunst Vorarlberg sind wir im neuen Life Cycle Tower – dem weltweit ersten Holz-Hybrid-Hochhaus…

Gerne können auch “Nicht-Vorarlberger” teilnehmen. Diese bitten wir um Anmeldung unter info@claytec.at

 

Wir freuen uns!

 

 

Details (siehe auch Einladung anbei: Einladung 010713 HolzLehmBau)

 

Montag 1. Juli 2013 von 16:00 bis 19:00

im Life Cycle Tower Dornbirn, den weltweit ersten Holz-Hybrid-Hochhaus

 

16.00 Uhr Führung durch den Life Cycle Tower One in Dornbirn, Ing. Franz Rüf

 

17.00 Uhr Holz:Lehm:Bau – Neue Möglichkeiten für Raumklima und ökologischen Holzbau (anschließend Anwendungsvorführungen)

Referenten: DI Ulrich Röhlen, Nikolaus Hulatsch, Karlheinz Knedlitschek

Lehmputze und Holz-Weichfaserplatten sind ein perfektes Team. Beide Baustoffe haben eine große Sorptionsfähigkeit, sie stehen für bestes Raumklima. Das Bausystem mit speziellen, druckfesten Holzweichfaserplatten und neuartig festem Lehm-Armierungsmörtel eröffnet eine neue Entwicklungsphase – insbesondere für den Holzbau.

Beeindruckende Holzbauten und ein geniales Raumklima sind oft nur 15 mm voneinander entfernt – dazwischen liegt nur eine Beplankung. Diese Trennschicht zwischen dem genialen Baustoff Holz und einem großartigen Wohnklima zu überbrücken war das Ziel. Für das Raumklima ergänzen sich Lehm und Holzweichfaser ideal. Durch dieses Zusammenspiel können so im Trockenbau die gleichen feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften erzielt werden, wie bei Lehm-Dickputzen auf massivem Mauerwerk.

Mit dem CLAYTEC Lehm-Armierungsmörtel entsteht eine besonders feste Beplankung für alle Unterkonstruktionen des Holz- und Trockenbaus. Der Lehm-Armierungsmörtel ist ein Haft- und Armiermörtel aus Lehm mit Zelluloseanteilen. Mit einer für Lehmmörtel neuartig hohen Druckfestigkeit von 3,9 MPa und einer entsprechenden Haftfestigkeit von 0,85 MPa gewährleistet er ideal die Festigkeit der gesamten Konstruktion. Und der Preis überrascht!

 

18.30 Uhr Gemütlicher Ausklang mit den Referenten im LCT

 

Aus organisatorischen Gründen ersuchen wir Sie um Anmeldung bis spätestens 28. Juni 2013

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30th Jan2013

Lehm 2.0 Neue Systeme für Trockenbau, Holzbau und Massivbau

by Nikolaus Hulatsch

Für klassische Dickputzsysteme aus Lehm sprechen gute Argumente!

Innenwände mit Lehm zu verputzen ist eine anerkannte Bautechnik. Eines der Hauptmotive ist die positive Beeinflussung des Raumklimas, die Baustoffe aus Lehm in unseren Gebäuden bewirken. Gestalterische Überlegungen spielen oft ebenfalls eine entscheidende Rolle, wie auch ökologische Aspekte und Überzeugungen.

Bei Lehmputzen gilt eine Putzdicke von 15 mm als Standard. Das hat mehrere gute Gründe: Einerseits sind diese Putzdicken oftmals erforderlich, um baubedingte Unebenheiten auszugleichen, beispielsweise auf Ziegelmauern, wo die Fugen ausgefüllt werden müssen. Wichtiger noch ist, dass die aufgebrachte Dicke des Lehmputzes notwendig ist, damit der Baustoff ausgleichend auf das Raumklima wirken kann. Untersuchungen haben gezeigt, dass Luftfeuchtigkeit innerhalb von 12 Stunden in die raumseitigen 15 mm eines Putzes eindringen kann. Damit ist diese Dicke ideal um Unterschiede zwischen Tag- und Nachtzyklen auszugleichen. Allerdings sind dicke Putzschichten aufwendig. Das gilt für die Material- und Ausführungskosten, aber auch für den Zeitaspekt: Dicker Lehmputz trocknet lange.

Dünnschichtige Lehmputzsysteme haben viele Vorteile. Sie sind aber nur sinnvoll, wenn einige Bedingungen erfüllt sind:
1.  Der Untergrund muss ausreichend planeben sein, damit der Putz keine Fugen schließen und Unebenheiten ausgleichen muss.
2. Der Untergrund muss von sich aus eine gute Feuchtigkeits-Sorptionsfähigkeit aufweisen, um die mangelnde Lehmputzdicke zu kompensieren.
3. Der dünnschichtige Lehmputz muss eine außergewöhnlich gute Haft- und Druckfestigkeit haben.

Auftrag von YOSIMA-Lehmdesignputz 2 mm

Auftrag von YOSIMA-Lehmdesignputz 2 mm

 

Der Gebrauchswert und die Wirtschaftlichkeit der neuen Systeme mit Lehm-Dünnschichtputzen setzen neue Maßstäbe!

Auf Basis dieser Bedingungen haben wir von CLAYTEC die Herausforderung angenommen und neue Bausysteme entwickelt:

  • Massivbau-System
  • Trockenbau-System
  • Holzbau-System

Diese Bausysteme eröffnen eine neue Entwicklungsphase, es ist “Lehm 2.0″. Der ökologische Bau erreicht damit auch ein neues Preissegment. Nie war Lehmbau so günstig! Bei hoher Wirtschaftlichkeit stehen die Systeme für perfektes Raumklima, beste Nutzungseigenschaften und ökologische Hochwertigkeit. Dabei genügen sie höchsten Gestaltungsansprüchen!

Gemeinsamer Putzaufbau

Basis ist unser neuartiger Lehm-Armierungsmörtel. Mit einer Druckfestigkeit von 3,9 MPa und einer Haftfestigkeit von 0,85 MPa erfüllt er die wichtigen Anforderungen, um eine gut beanspruchbare Grund- und Armierungslage zu bilden und das eingespachtelte Glasgewebe zugfest einzubinden.

Die Grund- und Armierungslage kann mit der Zahnkelle aufgetragen werden, so wird leicht eine gleichmäßige Schichtdicke sichergestellt. Nach dem Einebnen mit dem Glätter wird das Glasgewebe hohlraumfrei und satt eingearbeitet, es muss gut überdeckt sein.

CLAYTEC-Pavaboard, mit Lehm-Armierungsmörtel beschichtet, mit sichtbarer Nut/Feder-Verbindung

CLAYTEC-Pavaboard, mit Lehm-Armierungsmörtel beschichtet, mit sichtbarer Nut/Feder-Verbindung

 

Die Lehm-Decklage auf der Grund- und Armierungslage kann auf drei unterschiedliche Arten ausgeführt werden:

  1. Verputz mit CLAYTEC Lehm-Oberputz, fein, D= 2 mm,
    fein gerieben oder geglättet, Anstrich mit Lehmputzgrundierung und CLAYFIX Lehm direkt Lehmfarbe/Streichputz
  2. Spachtel mit CLAYTEC Lehmspachtel, D= 0,5 mm (nur zum Schließen der Poren),
    Voraussetzung gut und eben vorbereitete Armierungsmörtelfläche, Gewebe gut überdeckt, der Lehmspachtel ist schleifbar, Oberflächenqualität  Q3 möglich,  Anstrich (auch Spritzauftrag) mit Lehmputzgrundierung und CLAYFIX Lehm direkt Lehmfarbe
  3. Verputz mit YOSIMA Lehm-Designputz, D= 2 mm fein gerieben oder geglättet, 140 natürliche Farben in faszinierender Farbtiefe, aus verschiedenen farbigen Tonen ohne Farbstoff- und Pigmentzugabe, 8 Oberflächenstrukturen, hohe Abriebfestigkeit (max. 0,1 g).
Ytong-Planblöcke mit Claytec Lehm vermauert, Lehm-Armierungsmörtel und Glasgewebe.

Ytong-Planblöcke mit Claytec Lehm vermauert, Lehm-Armierungsmörtel und Glasgewebe.

 

CLAYTEC Lehmputze sind Teamplayer – das macht sie noch überzeugender!

Für das massive Innenausbausystem heißt der Partner Ytong, für das Trocken- und Holzbausystem Pavatex. Sowohl Lehmputz als auch Porenbeton und Holzweichfaserplatten haben eine große Luftfeuchte-Sorptionsfähigkeit, sie stehen für bestes Raumklima. Mit den diesbezüglichen Eigenschaften unserer neuen Systeme haben wir uns intensiv beschäftigt. Das renommierte Lehmbau-Prüflabor ZRS rund um Prof. Dr. Christof Ziegert wurde beauftragt, die exakten Werte dieser Systeme hinsichtlich der Feuchte-Sorption zu ermitteln. Die Ergebnisse überzeugen:

Nach dem neuen Produktnorm-Entwurf für Lehmputzmörtel E DIN 18947 werden Lehmputze in drei Wasserdampfadsorptionsklassen eingeteilt: WS I, II und III. Die Aufnahme von mindestens 65 g Feuchtigkeit pro m2 in 12 Stunden entspricht der höchsten Sorptionsklasse WS III. Diese Kategorie ist ein Herausstellungsmerkmal für besonders sorptionsaktive Lehmputze.

Alle unsere neuen Systeme genügen der Königsklasse – und das als Lehm-Dünnschichtputze im Zusammenspiel mit den entsprechenden Untergründen. Auf Ytong erreicht 4 mm dicker Lehmputz,  an die 100 g Feuchtigkeitsaufnahme pro m2 in 12 Stunden.

Sorptionsfähigkeit des neuen Massivbausystems Ytong & Lehmputz

Sorptionsfähigkeit des neuen Massivbausystems Ytong & Lehmputz

 

Das besondere am System Ytong&Lehm: Anders als handelsübliche Porenbetonbeschichtung sperrt Lehm das von Natur aus sorptionsfähige Material in keiner Weise ab sondern verstärkt seine Wirkung noch einmal deutlich. Der Lehmputz wiederum ist raumseitig hochaktiv und nimmt Feuchtigkeit an der Oberfläche auf.

Ausgehend von den guten Festigkeitseigenschaften des Lehmklebers (Lehm-Armierungsmörtels) wurde von Professor Ziegert die Eignung zum Vermauern der Ytong-Steine untersucht. Es konnte die bautechnisch-konstruktive Gleichwertigkeit mit den bisher verwendeten zementgebundenen Systemen nachgewiesen werden, insbesondere hinsichtlich der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit. Somit ist es also möglich, Ytong-Steine mit dem gleichen Lehmmörtel zu vermauern und anschließend zu verputzen!

 

Das besondere an den Trocken- und Holzbausystemen: Das Zusammenspiel der mit Pavatex speziell entwickelten Holzweichfaserplatten mit dem Lehmmörtel funktioniert besonders hinsichtlich der Wasserdampf-Sorption in der gleichen Weise wie bei Porenbeton. Das bedeutendste zusätzliche Kriterium in diesem Fall ist die ausgezeichnete Druck-, Zug- und Stauchfestigkeit, die diese Systeme aufweisen. Bei den Holzweichfaserplatten wurde eine für diesen Werkstoff besonders druckfeste Variante ausgewählt. Diese wird für das 25mm schlanke Trockenbausystem noch zusätzlich mit einer Nut-Feder-Verbindung ausgeführt. So sind besonders planebene Plattenstöße sogar im Feld (sogenannter „Fliegender Stoß“) möglich. Erst durch die Beschichtung mit dem hoch druck- und haftfesten Lehm-Armierungsmörtel entsteht ein kompakter Systemverbund, der beste Nutzungeigenschaften und hohe Systemsicherheit gewährleistet.

Die Führung von Elekto- und Installationsleitungen kann beim 45 bzw. 65 mm dicken Holzbausystem direkt durch Einfräsen der Leitungen in die Holzweichfaserplatten erfolgen. Die Schlitze werden mit Lehm-Armierungsmörtel oder Lehm-Unterputz geschlossen und danach erfolgt der Verputz im Dünnschichtverfahren, wie beschrieben. So kann in vielen Fällen auf eine eigene Installationsebene verzichtet werden und die 40 bzw. 60 mm Holzweichfaserplatten stellen eine kompakte, setzungssichere zusätzliche Wärmedämmung dar und unterstützen den sommerlichen Hitzeschutz.

 

Noch ein Vorteil: Wandflächenheizungen können einfach eingefräst werden!

Bisher war die Montage von Wandheizungen sowohl im Holzbau als auch im Massivbau eine sehr aufwendige Angelegenheit. Lehmputze sind perfekte Umhüllungen für Wandheizungsrohre. Der Lehm hat hervorragende Eigenschaften zur Wärmeleitung und gibt diese als angenehme Strahlungswärme in den Raum ab. Allerdings mussten dazu bisher dicke, mehrlagige Putzschichten aufgebracht werden. In verklebten Ytong-Wänden sowie im neuen Holzbausystem können dagegen moderne Wandheizungsleitungen einfach eingefräst werden. Die Rohre werden in den Frässchlitzen verlegt, anschließend werden die Schlitze mit Lehm-Armierungsmörtel geschlossen. Danach wird Lehm-Dünnschichtputz wie oben beschrieben aufgebracht. Noch nie konnte so günstig und einfach angenehme Lehm-Strahlungswärme in den Raum gebracht werden!

In Pavaboard eingefräste Wandheizungs-Rohre - diese werden mit Lehm-Armierungsmörtel verspachtelt

In Pavaboard eingefräste Wandheizungs-Rohre – diese werden mit Lehm-Armierungsmörtel verspachtelt

 

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte den folgenden Technikblättern und Informationen:

 

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09th Mrz2012

Download des CLAYTEC-Produktkataloges

by Nikolaus Hulatsch

Mit folgendem Link können Sie den Produktkatalog von Claytec downloaden (8,4 MB!) – Wir wünschen Ihnen viel Freude an Ihren zukünftigen Lehm-Räumen, denn DER MENSCH IST DAS MASS ALLER RÄUME!

Download Produktkatalog

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09th Mrz2012

Download der Broschüre Lehm-Designputz YOSIMA

by Nikolaus Hulatsch

Mit folgendem Link können Sie die Broschüre YOSIMA Lehm-Designputz von Claytec downloaden (4,2 MB!) – Wir wünschen Ihnen viel Freude an Ihren zukünftigen Lehm-Räumen, denn DER MENSCH IST DAS MASS ALLER RÄUME!

Download Broschüre YOSIMA Lehm-Designputz

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30th Jan2012

Bilder von der ausgeschalten Stampflehmwand, die im Rahmen des Seminars errichtet wurde

by Nikolaus Hulatsch

Anbei die Bilder der Stampflehmwand, die im Zuge des Stampflehm-Seminars in der Südsteiermark von den Teilnehmern unter Anleitung von Thomas Glück, Lauterbach im Schwarzwald und Dr.-Ing. Christof Ziegert, ZRS Berlin, errichtet wurde. Die Schalung wurde heute entfernt, damit wird die Wand erstmals – natürlich noch nicht getrocknet – sichtbar.

 

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30th Jan2012

Video vom Stampflehm-Seminar in Großklein

by Nikolaus Hulatsch

Anbei finden Sie ein Kurzvideo (6 Minuten) von unserem Stampflehm-Seminar in Großklein in der Südsteiermark:

 

CLAYTEC – Stampflehmseminar – Jänner 2012 from jesh on Vimeo.

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21st Jan2012

Stampflehm-Seminar am 19. und 20. Jänner in der Südsteiermark – erste Eindrücke

by Nikolaus Hulatsch

Ein ausführlicher Blog-Beitrag über unser Stampflehm-Seminar folgt auf clayblog.at in den nächsten Tagen. Anbei finden Sie einige Bilder mit Eindrücken von der zweitägigen Veranstaltung:

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21st Jan2012

Symposium “Innendämmung” von Claytec Deutschland, Nachlese

by Nikolaus Hulatsch

Unsere “CLAYTEC-Zentrale” in Viersen, Deutschland, hat am 12. Jänner im bedeutendendsten Industriedenkmal Deutschlands, der Weltkulturerbe-Zeche Zollverein in Essen ein äußerst spannendes und inhaltlich höchste aktuelles Symposium zum Thema Innendämmung ausgerichtet.

 

Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema “Innendämmung mit Lehm und Holzweichfaser” folgt in nächster Zeit auf clayblog.at.

Hier gibt es alle Referate als PDF-Download: http://www.innen-daemmung.de/cms/front_content.php?idcat=81

Anbei eine Nachlese zur Veranstaltung von Dieter Mai, Claytec Deutschland:

 

Der Initiator des Symposiums "Innendämmung": CLAYTEC-Technikleiter Ulrich Roehlen

Der Initiator des Symposiums “Innendämmung”: CLAYTEC-Technikleiter Ulrich Roehlen

Neben dem aktuellen Tagesgeschäft hielten die letzten Wochen für viele meiner Kolleginnen und Kollegen hier bei CLAYTEC und auch für mich selber einiges an zusätzlicher Herausforderung bereit. Schließlich galt es, neben den Vorbereitungen für die Messe DEUBAU, zum Gelingen einer Veranstaltung beizutragen, wie es sie in dieser Größenordnung in der über 25-jährigen Unternehmensgeschichte bisher noch nicht gegen hat. Umso größer ist nun im Nachhinein unsere Freude, denn wir können sagen: das Symposium zum Thema Innendämmung in der Zeche Zollverein war ein voller Erfolg.

Großer Andrang - die Veranstaltung war restlos ausgebucht

Großer Andrang – die Veranstaltung war restlos ausgebucht

Schon die schließlich erreichte Teilnehmerzahl übertraf selbst die optimistischeren Erwartungen: Annähernd 300 Besucherinnen und Besucher nutzten die Möglichkeit, ihr Fachwissen im Bereich Innendämmung auf den neuesten Stand zu bringen. Viele von ihnen hatten wegen der parallel stattfindenden DEUBAU ohnehin einen Besuch in Essen eingeplant und nahmen unser Konzept einer messebegleitenden und fachlich vertiefenden Ergänzungsveranstaltung dankbar an.

Argumente für den Kunden

Peter Breidenbach begrüßt die Teilnehmer

Peter Breidenbach begrüßte die Teilnehmer

„Hier beim Symposium bekomme ich die hieb- und stichfesten Argumente geliefert, die ich brauche, um meinen Kunden gegenüber die Vorteile der Innendämmung darzustellen.“ Diese Aussage des Wuppertaler Malermeisters Sascha Trynoga steht stellvertretend für den nachhaltigen Nutzen, den viele Teilnehmer des Symposiums aus ihrem Besuch der Veranstaltung ziehen konnten. „Neben unserem klassischen Metier, der farblichen Gestaltung von Innenräumen und Fassaden, erhalten wir auch regelmäßig Aufträge im Bereich Dämmung, bisher geht es dabei vorwiegend um konventionelle Außendämmung. Gerade im Bereich der Altbausanierung möchte ich in Zukunft meine Kunden verstärkt auch auf die Möglichkeiten zur Innendämmung mit Lehm hinweisen. Das heute hier vermittelte Fachwissen wird mir dabei helfen“, so Trynoga.

“Wider den Dämmwahn”

Kompetent und unterhaltsam: Dr. ing. Anatol Worch referierte über Innendämmung

Kompetent und unterhaltsam: Dr. ing. Anatol Worch referierte über Innendämmung

Zuvor hatte, nach einem Grußwort von CLAYTEC-Inhaber Peter Breidenbach, CLAYTEC-Technikleiter Ulrich Röhlen mit seinem Beitrag „Wider den Dämmwahn“ die Vortragsreihe eröffnet. In diesem führte er bautechnisch relevante Argumente pro Innendämmung auf und wies zugleich auf den Gedanken des Kulturwerterhalts hin, dem sich CLAYTEC schon auch aus der Firmengeschichte heraus verpflichtet fühle, schließlich lägen die Wurzeln des Unternehmens im Bereich Fachwerksanierung und Denkmalpflege. Auf Ulrich Röhlens Vortrag folgten Ausführungen von Dr.-Ing. Anatol Worch, Vorstandsmitglied der „Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege Deutschland“ (WTA) und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der „Materialprüfanstalt für das Bauwesen” (MPA) in Braunschweig. Um 300 Symposiums-Teilnehmer über einen ganzen Tag hinweg bei Laune zu halten, bedarf es, neben fachlich fundierten Inhalten, auch eines gewissen Talents im Vortragen. Wir alle kennen die Situation, wenn auf einer Fortbildung der Dozent einen möglicherweise ohnehin eher trockenen Stoff völlig uninspiriert von seinen Powerpoint-Folien abliest. Dass es auch anders geht, bewies Anatol Worch mit seinem Vortrag zur Innendämmung in beeindruckender Weise. Ich jedenfalls habe selten jemanden erlebt, der Themen wie Regelwerke und Standardisierung oder die  Interpretation technischer Funktionsdiagramme derart unterhaltsam und zugleich präzise auf den Punkt gebracht zu vermitteln weiß, wie Herr Worch – spontane Dialoge mit dem Auditorium inklusive.

Das aufmerksame Auditorium

Das aufmerksame Auditorium

Gelungene Mischung: Vortragskunst traf technische Kompetenz

Dipl. ing. Kai Burcek, Anwendungstechniker bei Knauf Perlite

Dipl. ing. Kai Burcek, Anwendungstechniker bei Knauf Perlite

Technische Lösungen für die mit der Entscheidung zur Innendämmung einhergehenden bautechnischen Besonderheiten präsentierte Dipl. Ing. Kai Burcek in seinem Symposiums-Beitrag. Burcek ist Anwendungstechniker bei der Firma KNAUF PERLITE und zeigte für zahlreiche Baustellen-Situationen die geeigneten Materialien, wie etwa spezielle Wandhalterungen für hohe Gewichtsbelastung oder verlängerte Steckdosen.  Seinen Vortrag verfolgten insbesondere die anwesenden Vertreter der verarbeitenden Handwerksbetriebe mit großem Interesse.

Verband Fachwissen mit Humor: Prof. Lothar Siebel, FH Aachen

Verband Fachwissen mit Humor: Prof. Lothar Siebel, FH Aachen

Gleich im Anschluss an das gemeinschaftliche Mittagessen, das, wie alle Vortragspausen an diesem Tag, von den Besuchern zu intensivem fachlichen Austausch genutzt wurde, gab es erneut ein Highlight in Sachen “Infotainment”. Auch der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Lothar Siebel wurde, wie schon vormittags der Auftritt von Anatol Worch, mehrfach von spontanem Zwischenapplaus aus dem Auditorium unterbrochen. Siebel ist Professor für Bauphysik an der FH Aachen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Akustik, Feuchte und Wärmeschutz. Seine Ausführungen zum Thema „Energiebedarf in Rechnung und Wirklichkeit“ begannen mit der Präsentation von Fallbeispielen teils verheerender Folgeschäden unsachgemäßer (Außen-)Wärmedämmung. Anschließend informierte er über praktikable Lösungsmöglichkeiten zu problematischen Dämm-Situationen. Neben Hinweisen zur Verhältnismäßigkeit geeigneter Maßnahmen zeigte Professor Siebel bestehende bürokratische Hemmnisse auf und empfahl Möglichkeiten zu deren Überwindung. Sein stets mit einem gehörigen Quantum Selbstironie und mit der nötigen Prise Humor vorgetragener Beitrag begeisterte das Publikum.

Betriebswirtschaftliche Realität

Redete "Tacheles": Dipl.-Ing. Olaf Paproth, CLAYTEC

Redete “Tacheles”: Dipl.-Ing. Olaf Paproth, CLAYTEC

Dann war erst mal Schluss mit Lustig – Dipl.-Ing. Olaf Paproth hat als Planer langjährige Lehmbau-Erfahrung. Er referierte nun über die unterschiedlichen Kosten verschiedener Dämmlösungen und scheute dabei auch nicht den direkten Vergleich mit den Systemen konkurrierender Mitbewerber. Beim Thema Geld hört ja bekanntlich der Spaß auf, Olaf Paproth sprach deshalb “Tacheles” und nahm bewusst in Kauf, dass sein Vortrag polarisierte. Nach diesem kurzen Ausflug in die betriebswirtschaftliche Realität hatten sich die Teilnehmer eine Kaffeepause verdient, zumal es nach den pointierten Ausführungen Paproths genügend Gesprächsstoff gab. Es folgte Ulrich Röhlens zweiter Redner-Auftritt. In diesem widmete sich der CLAYTEC-Mann der ersten Stunde einmal mehr dem Thema des Tages, dem Baustoff Lehm und dessen Anwendungsmöglichkeiten im Bereich Innendämmung. Detailliert referierte Röhlen über Eigenschaften, Bauphysik und auch über das ästhetische Potential der Lehmoberflächen in der Innendämmung und Altbausanierung.

Die soziale Komponente

Schwört als Bauherr auf Innendämmung mit Lehm: Dr. phil. Michael Willhardt

Schwört als Bauherr auf Innendämmung mit Lehm: Dr. phil. Michael Willhardt

Eine gelungene Ergänzung zu den vorangegangenen wissenschaftlich-technischen Beiträgen stellte der anschließende Redebeitrag von Dr. phil. Michael Willhardt dar. Gemeinsam mit Petra Wosnitzka betreibt Willhardt im Duisburger Stadtteil Hochfeld eine PR-Agentur. “Ihr” Stadtteil, ihr Kiez mit seinen zahlreichen Gründerzeit-Mietshäusern und traditionell hohem Migrantenanteil ist den beiden zur Herzensangelegenheit geworden. Gemeinsam mit anderen Eigentümerinnen und Eigentümern engagieren sie sich in der “Eigentümerstandortgemeinschaft (ESG) Zukunftsstadtteil”. Die Ausführungen Dr. Willhardts über die Maßnahmen, mit denen die ESG eine Aufwertung des gewachsenen Lebens- und Arbeitsumfelds im Stadtteil vorantreibt, stellten plastisch und nacherlebbar die praktische Umsetzung und die sozialen Aspekte des zuvor gehörten dar. In entspannt-feuilletonistischem Plauderton entführte der Redner seine Zuhörer in einen nachbarschaftlichen Mikrokosmos mit all seinen sozialen, kulturellen und architektonischen Brüchen und Verwerfungen. Jetzt wurde greifbar, dass die Innendämmung mit Lehm, die viele ESG-Beteiligte als Bauherren bei der Sanierung von Büros und Mietwohnungen nutzen, über technische Aspekte hinaus auch über die Ästhetik eine soziale Komponente transportiert: das “wohnliche” als besondere Qualität, der “warme” Charakter des Naturbaustoffs, maßvolle Dämmung und der achtsame Umgang mit gewachsenen städtebaulichen Strukturen als Identifikationsmerkmal engagierter nachbarschaftlicher Gemeinschaft.

Abschließende Expertenrunde mit Moderatorin Petra Wosnitzka

Abschließende Expertenrunde mit Moderatorin Petra Wosnitzka

Den Schlusspunkt des fachlichen Teils der Veranstaltung bildete die abschließende Expertenrunde, in der alle zuvor aufgetretenen Referenten noch einmal zur Beantwortung von Fragen aus dem Auditorium zur Verfügung standen.

Dem außerordentlichen Niveau der Vorträge entsprach die souveräne Moderatorin des Symposiums durch PR-Expertin Petra Wosnitzka von der PR-Agentur Willhardt & Wosnitzka. Ebenso charmant wie sachkundig wusste sie die unterschiedlichen Redebeiträge miteinander zu verknüpfen und immer wieder auch den zahlreichen Anregungen aus dem Publikum nachzuspüren. Damit hatte sie großen Anteil daran, dass man, über die Summe der zahlreichen Einzelinformationen hinaus, den Tag als ganzheitliches und gewinnbringendes kommunikatives Erlebnis wahrnahm.

Die Kooperationspartner

Die Partner-Unternehmen informierten über technische Lösungen

Die Partner-Unternehmen informierten über technische Lösungen

Einen weiteren wichtigen Beitrag zu einer rundum gelungenen Veranstaltung leisteten auch unsere beim Symposium vertretenen Kooperationspartner. In einem gesonderten Bereich stellten die Unternehmen CALSITHERM, EJOT, GUTEX, HOMATHERM, KNAUF-PERLITE, PAVATEX und STEICO diejenigen Produkte vor, mit deren Hilfe die in den verschiedenen Vorträgen vorgestellten Lösungen in der Praxis umgesetzt werden können. Diese Möglichkeit, sich an Ort und Stelle über die konkreten Anwendungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Innendämmungs-Ansätze zu informieren, nutzten nahezu alle Symposiums-Besucher.

 „Clay together“

Beim abschließenden Umtrunk, Motto: „Clay together“, kamen am Ende auch diejenigen auf ihre Kosten, für die die Veranstaltung, neben allem fachlichem Interesse, noch einem ganz anderen Zweck diente, der sich in einem Blogbeitrag des Aachener Architekten und Lehmbau-Pioniers Uwe Kortlepel manifestiert. Der schreibt: „…ich traf dort auf die alten “Kämpen” der Lehmbewegung und Naturbaustoffe, mittlerweile alles gesetzte Herren und Damen. Aus den vor 25 Jahren jungen und enthusiastischen Mittdreißigern sind nun grau-melierte, erfahrene Sachwalter geworden, die erfahrungsreif und souverän die Themen vorgetragen oder ihnen gelauscht haben.“

Anbei noch einge Links über das Symposium Innendämmung:
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18th Jan2012

Lehmputz-Seminar in der Südsteiermark – erste Eindrücke

by Nikolaus Hulatsch

Anbei die ersten Eindrücke des Lehmputzseminars, ein ausführlicher Blogbeitrag folgt in den nächsten Tagen…

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21st Dez2011

Frohe Weihnachten und ein gutes “Lehm”-Jahr 2012

by Nikolaus Hulatsch

Bevor ich noch zwei Tage in unsere Zentrale nach Deutschland fliege, darf ich allen Lesern, allen Lehmbauern, allen Architekten und Planer und vor allem all jenen, die bereits Lehm-Lebensräumen genießen können oder sich das herbeisehnen,

ein gesegnetes Weihnachtsfest

und ein gutes Jahre 2012

wünschen. Ich wünsche Ihnen für dieses neue Jahr nicht nur viel Erfolg, sondern vorallem die notwendige Ruhe und Kraft, die Erfüllung in Ihren Lebenswelten und Gesundheit.

Ich würde mich freuen, wenn wir im Jahr 2012 gemeinsam einiges bewegen könnten und viele Lebensräume zu “Lehm-Räumen” umgestalten könnten, DENN: DER MENSCH IST DAS MASS ALLER RÄUME!

Nikolaus Hulatsch

 

Ich hoffe, dass möglichst viele diese Lebensfreude vor Ihrem eigenen Lehmputz haben, wie unsere Tochter…

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